Das erste Jagderlebnis


Ich habe mir, so wie mein Papa, ein Jagdtagebuch angelegt. Dort habe ich gerade alles vermerkt und kopiere nun einfach mal. Leider habe ich noch nicht gelernt, richtig zu zitieren, also mache mal Punkte. 😉

… Ich war nun die letzten 3 Sonntage draußen. Am ersten saß ich in der Südhangkanzel. Dort hatte ich keinerlei Anblick. Vermutlich lag es zum einen daran, dass ich kurz vorher noch die Kamera aufgehängt habe und zum anderen zu früh wieder gefahren bin. Auf dem Rückweg stand der Bock am Wegesrand, den wir dann später auf der Kamera hatten und den Thomas zuvor schon mal gesichtet hatte.

Am zweiten Sonntag saß ich dann in der neuen Grenzkanzel. Leider auch hier kein Anblick. Hier liegt die Vermutung nahe, dass der Wind ungünstig stand.

Und gestern, am saß ich in der Suhlenkanzel. Ich bin ca. 18.00 Uhr da gewesen. Hatte festgestellt, dass ich meinen Gehörschutz vergessen habe und habe Thomas mitgeteilt, dass keine Schweine kommen dürfen und ich lieber Friseur werden sollte. 😉 Nachdem ich dann mein Buch beendet hatte und es dunkel wurde, war mir sehr langweilig. Ich war schon drauf und dran wieder zu fahren. Thomas meinte, ich soll bleiben, er habe ein gutes Gefühl. Also blieb ich. Um 21.00 Uhr habe ich es kaum noch ausgehalten vor Ungeduld. Da raschelte es, 21.15 Uhr,  im Wald und das nicht gerade zaghaft. Schlagartig war die Langeweile weg! Ich legte mir das Gewehr oben hin. Auf einmal waren sie da, die Schweine! Durch das Fernglas war eine Überläuferrotte erkennbar. Sie durchstöberten sehr laut die gesamte Kirrung. Schubsten sich und jagten teilweise über den Platz. Meine große Aufregung bekamen sie überhaupt nicht mit. Ich legte an und sah erstmal gar nichts durch mein Zielfernrohr. Dann textete ich erst noch Thomas an. Schaute wieder durch das Fernglas und versicherte mich nochmal, dass keine offensichtlich führende Bache dabei ist bzw. es alles Überläufer sind und keine ganz Kleinen mehr dazwischen. Aber schon allein durch ihr unvorsichtiges Verhalten haben sie sich geoutet. Ich legte wieder an, suchte mir einen aus. Hatte eingestochen und entsichert. Mein Herz puckerte!!! Dann sprang ein Zweiter dazwischen … das war mir alles nichts. Ich hatte Angst vor dem Knall (Ohne Schutz ist es wirklich extrem laut und fühlt sich überhaupt nicht gesund an. Es piept eine ganze Weile.) Ich hatte Angst eines zu erschießen und ein zweites nur zu verletzen. Ich hatte Angst, dass ich eins anvisiere und dieses dann abspringt oder angeschubst wird und ich nur anscheisse. Es sah manchmal aus, wie ein Rudel Welpen, die sich jagen und knuffen.

Das Ende vom Lied, ich habe die Waffe wieder geöffnet, entstochen und entladen und habe mir das Treiben angeschaut. Eine halbe Stunde waren sie da, dann zogen sie, genauso laut wie sie gekommen waren, weiter.

Ich werde bestimmt noch einige Male das durchspielen, bevor ich mich traue. Aber lieber so, als wenn was schief geht.

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